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Grußwort zum Festival von Prof. Dr. Volker Sommer

Anthropologe, Primatologe - Universität London

»Kunst ist klasse; weil sie, zum Glück, nicht Wissenschaft sein will. Religion darf sein; und verwechselt sich hoffentlich nicht mit Wissenschaft. Gleichwohl: Weiterdenken kann nicht schaden. Insofern sei empfohlen, sich auf Evolutionsbiologie einzulassen – die wirre, irre, coole, schräge, spannende und erleuchtende Leitwissenschaft unserer modernen Zeit.«

Volker Sommer wurde 1954 im nordhessischen Holzhausen am Reinhardswald geboren. Seit 1996 hat er am University College London (UCL) einen Lehrstuhl für Evolutionäre Anthropologie inne und ist zudem seit 2009 UCL Pro-Provost für Internationale Strategie. Schwerpunkt seiner Forschungen ist das Sozial- und Sexualverhalten von Primaten sowie Kognition und Rituale.

Studium der Biologie, Chemie und Theologie in Göttingen, Marburg und Berlin. 1985 Promotion, 1990 Habilitation in Göttingen. 1986-1988 Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung, 1991-1996 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Gastprofessuren an der Mahidol Universität Bangkok, der Universität Kalifornien in Davis, sowie jeweils langjährige Freilandstudien an Tempelaffen in Indien (seit 1981), Gibbons im thailändischen Regenwald (seit 1989) und an Schimpansen im Bergwald Nigerias (seit 1999). Mitglied der Menschenaffen-Expertengruppe der IUCN – der "Internationalen Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen” im Rahmen der UNO. Gründer des "Gashaka-Primate-Project", das in Westafrika Biodiversitätsforschung mit Habitatschutz verknüpft. Öffentlich bekannt ist der engagierte Naturschützer durch zahlreiche Vorträge, Radio- und Fernsehsendungen, Beiträge in Zeitschriften (GEO, FAZ, natur, kosmos, Die Zeit, Spiegel, Die Welt, Weltwoche, NZZ, bild der wissenschaft) sowie seine provokanten Bücher und Thesen zu darwinischen Themen.