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Das Festival

Das Staunen über die Vielfalt und die Schönheit der Natur begleitet den Menschen seit Anbeginn seiner Existenz. So ist es nicht verwunderlich, dass er stets versucht hat, den Ursprung der Welt zu verstehen. Dabei vermochte er Antworten auf Fragen, die lange unbeantwortet bleiben mussten, zunächst fantasievoll auszuschmücken. Um jedoch zuverlässige Erkenntnisse über die Wirklichkeit zu gewinnen, bedurfte es einer systematischen Herangehensweise, die wir heute als wissenschaftliche Methode bezeichnen.

Der daraus resultierende immense Fortschritt versetzte die Menschheit nicht nur in die Lage, Krankheiten zu heilen, die Lebensqualität vieler zu verbessern und weltweit in Lichtgeschwindigkeit zu kommunizieren. Er ermöglichte ihr auch, die Entstehung des Lebens, der Erde und des ganzen Universums kontinuierlich besser zu verstehen. Dabei wurde rasch offenbar, dass sieben Tage zur Erschaffung der Welt bei Weitem nicht genügen.

Nach Meinung zahlreicher Wissenschaftler, Philosophen und Künstler hat die zunehmende Objektivierung des Wissens der Welt ihren Zauber nicht genommen, sondern ihr im Gegenteil noch weitere faszinierende Facetten geschenkt.

Das Festival "7 Tage sind nicht genug" möchte sich dieser Faszination und dem Staunen über die Welt nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene widmen. Veranstaltungen mit philosophischem und künstlerischem Schwerpunkt sollen den Blick auf die Schönheit der Realität vervollständigen und eine Brücke zwischen verschiedenen Disziplinen schlagen.

Den Anlass für das Festival-Thema lieferte der Beschluss des Karlsruher Gemeinderates, die neu entstehenden unterirdischen Straßenbahnstationen mit biblisch inspirierten Wand-Gestaltungen auszustatten. In den Majolika-Keramiken sollen die Etappen der biblischen Schöpfungsgeschichte unter dem Titel "Genesis - 7 Tage des Herrn" dargestellt werden.